Zuchtbetrieb für Noriker Mohrenkopf und Kärntner Brillenschafe - Lochengut am Plainberg

Zuchtbetrieb Lochengut am Plainberg

Prämierte Noriker Mohrenkopf- und Kärntner Brillenschafzucht

Unsere Landwirtschaft Lochengut ist seit 1880 im Besitz der Familie. Durch den Erwerb wurde die damalige Landwirtschaft im bestehenden Gebäude des Hotel Gasthof Maria Plain auf das Lochengut übersiedelt. Dadurch ist es der Familie Moßhammer gelungen, den jetzigen Gastronomie- und Hotelleriebetrieb als Wallfahrtsherberge weiter zu entwickeln. Die Landwirtschaft Lochengut zeichnet sich besonders durch unsere Noriker Mohrenkopf- und Kärntner Brillenschafzucht aus.
Die Produkte aus der eigenen Landwirtschaft werden in unseren Gastronomiebetrieben Hotel Gasthof Maria Plain, Landgasthaus Windinggut und Plainer Ansitz verarbeitet und verkocht. Diese Regionalität ist uns besonders wichtig.
Noriker Mohrenkopf Jungstuten auf der Weide
Zaumzeug
Noriker Mohrenkopf Zucht am Lochengut

Noriker Mohrenkopf

Die Pferderasse der Noriker ist nicht nur die älteste Pferderasse Österreichs, sondern auch die größte Kaltblutpopulation Europas und die farbenreichste Kaltblutrasse der Welt. Sie hat auf dem Gebiet des heutigen Österreichs ihren Ursprung.
Der Mohrenkopf zählt zu den Schimmeln, da er mit pigmentierter Haut geboren wird, die bei jedem Farbwechsel heller wird. Die Rasse gilt als besonders selten und besteht aus 50% Mohrenkopf oder Blauschimmel und aus 50% Rappe.

Geschichte

Nach dem Mittelalter, in der Zeit des Barocks, begann der Straßen- und Karosseriebau zu blühen und die Zucht von starken Nutztieren wurde gefördert. Die damaligen Rappen und Mohrenköpfe waren stark genug um bis zu 4 Tonnen schwere Karossen zu ziehen und begeisterten mit ihrer Eleganz die Bevölkerung. Die Pferde waren bereits im Reich von Karl dem Großen bekannt und wurde schließlich nach der damaligen römischen Provinz Noricum benannt. Die kräftigen, mittelgroßen Tiere wurden aber nicht nur in der Land- und Forstwirtschaft und im Saumhandel über den Alpenhauptkamm eingesetzt, sondern auch als Repräsentationspferde der Salzburger Erzbischöfe. Der Noriker Mohrenkopf nimmt an dieser Stelle eine besondere Rolle ein, da er als besonders stolz und imposant gilt und über Jahrhunderte an keinem Fürstenhof fehlen durfte.
Die erzbischöfliche Zucht in Salzburg wurde noch stärker expandiert, da die Fortpflanzung der neapolitanischen und spanischen Hengste höchsten Erfolg versprach.

Bedroht wurde die Vielseitigkeit des Norikers 1920, da die Körkommissionen schwerere Kaltblüter bevorzugten. Letztendlich gab es einen hohen Genverlust und nur wenige Tiere waren zur Erhaltung der Zucht geblieben, die schließlich wieder aufgegriffen wurde.

Aktuelle Lage

Auch zukünftig stehen Züchter vor einigen Herausforderungen, da es sehr viel Expertise erfordert die passenden Anpaarungen für eine hochqualitative Noriker-Mohrenkopf-Zucht zu finden. Viele österreichische Züchter haben sich bereits seit Generationen dieser einzigartigen Rasse verschrieben, deren barocke Wurzeln offiziell nachgewiesen sind und die heute noch mit Eleganz und Stärke überzeugt.