Rudolf Kortokraks - Künstler in Maria Plain

Rudolf Kortokraks wurde am 8. Juli 1928 in Ludwigshafen am Rhein geboren und verstarb am 11. September 2014 in Hallein. Der Künstler blieb sein Leben lang dem realistischen Malstil treu.

Kortokraks stammte aus bescheidenen Verhältnissen. Sein Vater war Arbeiter und seine Mutter Verkäuferin. Da beide Eltern überzeugte Kommunisten waren, musste der Vater nach der Machtergreifung Hitlers zeitweilig untertauchen. Die Mutter ging mit ihrem Sohn stundenlang zu Veranstaltungen mit subversiven Flugblättern unter ihrem Mantel versteckt und engagierte sich politisch.
Als Kortokraks 14 Jahre alt war besuchte er eine Kunstschule in Graz und kehrte anschließend in die Pfalz zurück, um an der Freien Kunstakademie in Mannheim zu studieren. Im Jahr 1954 ging er nach Paris, leitete später eine Kunstschule in der Nähe von Rom und unterrichtete ebenfalls in England. Er kam erstmals nach Salzburg, um Oskar Kokoschkas Assistent an der „Schule des Sehens“ im Rahmen der internationalen Sommerakademie für bildende Kunst zu werden. Später leitete er dieses Seminar in Salzburg selbst und ließ sich von der Stadt auch künstlerisch inspirieren.

Seine Malereien sind geprägt von Blumenstillleben, Landschaften, Städten und Gesichtern in Pastelltechnik. Die Landschaft von Maria Plain zeichnete er in verschiedenste Variationen, da er die Gegend besonders schätzte. Zu seinem 80. Geburtstag fand in Salzburg eine große Personalausstellung zu seinen Ehren statt und 2013 erhielt er den Kunstpreis der Ike-und-Berthold-Roland-Stiftung.

"Künstlerisch sehe ich mich als Fundamentalisten", sagte er selbst und prägt mit seinen farbenreichen Werken bis heute die Salzburger Künstlersezene.

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